1.Tag Trier – Tawern
Samstag, 21.12.2019
Heute waren wir das erste mal auf einem Pilgerweg unterwegs mit dem Ziel irgendwann Santiago de Compostela zu erreichen.
Los ging es in Trier an der Porta Nigra durch eine total überfüllte Innenstadt wo auch noch der Weihnachtsmarkt stattfand. Also nix wie schnell durch weil uns auch in den ersten Tagen Duke 🐶 begleitet der diese Menschenmassen nicht gewohnt ist.
An der Benediktinerabtei St. Matthias angekommen, dort befindet sich das Grab des Apostel Matthias, soll es im Klosterladen einen schönen Pilgerstempel geben, leider war dieser aber schon geschlossen und auch die Tür mit dem Schild „Pilgerbüro“ war verschlossen. Dann halt ohne Stempel weiter.
Aus Trier raus ging es an der Mosel weiter bis nach Konz zu Saarmündung, über die Saar weiter nach Tawern, wo uns unser Sohn abgeholt hat da wir erst ab Metz Übernachtungen geplant haben (Kostenfrage 😔 )
Mal schauen wann es weitergeht, die nächsten Tage soll es regnen, und so nah an der Heimat bleiben wir dann lieber zu Hause. Regen werden wir später sicher noch zu genüge genießen dürfen 😂

2.Tag Tawern – Merzkirchen
Donnerstag, 26.12.2019
Heute am zweiten Weihnachtsfeiertag machten wir uns auf zum zweiten Tag unserer Pilgereise. Natürlich machten wir dort weiter wo wir das erste mal aufgehört haben, in Tawern. Unser Ziel für heute soll Merzkirchen sein.
Nach einem kurzen steilen und rutschigen Aufstieg erreichten wir schon die Römische Tempelanlage dann ging es noch kurz bergauf aber von den schönen Aussichten die in unseren Pilgerführeren zu lesen war sahen wir nichts, dem Nebel sei dank 😉
Nass war es zumindest nicht von oben, aber der Boden dafür umso mehr, die neuen Wanderschuhe sahen nach kurzer Zeit absolut nicht mehr neu aus und der Lehmige Boden haftete rund um die Sohlen. Nutzt ja leider nichts, weiter gehts bis wir das Örtchen Fisch erreichten, dort sollten wir endlich unseren ersten Stempel bekommen in der Kirche St. Jakobus (Rehlinger Kirche). Wie soll es anders sein, wird es auch dort nichts mit dem Stempel da diese Kirche nur von April bis Oktober täglich geöffnet ist.
Zwischen Körrig war eine sehr interessante Straße die mit Pilgergrüßen verziert war dann erreichten wir Merzkichen wo wir bis zur Pilgerherberge gingen, diese soll aber schon seit 2018 geschlossen sein. Da wir dort aber nicht Übernachten wollten haben wir uns auch nicht weiter informiert, aber vor der Tür stand immer noch ein großes Schild „Die Herberge“.
Das nächste mal geht es dann weiter bis nach Perl.

3.Tag Merzkirchen – Perl
Samstag ,28.12.2019
Da wir gestern wegen eines Geburtstags nicht gehen konnten waren wir aber heute wieder unterwegs, von der Herberge in Merzkirchen bis nach Perl mit rund 18,5km. Auch das Wetter war nicht so vernebelt wie beim letzten mal. Bei der Parkplatzsuche ist uns ein anderer Rucksackträger aufgefallen bei dem wir glaubten zu sehen das er eine Muschel am Rucksack trägt. Also Auto abstellen, Rucksäcke auf und los. Vom anderen Pilger nix mehr zu sehen.
Als wir dann aus Merzkirchen raus kamen sahen wir ihn wieder weit vor uns. Da der Weg durch viel Landwirtschaftlich genutztes Gebiet ging war er immer mal wieder zu sehen und wir kamen ihm immer näher, bis er dann kurz vor uns auf einen anderen Weg abgebogen ist, schade.
Auch an Tag 3 blieb uns ein Pilgerstempel leider verwehrt, kann also nur besser werden 😉
Kurz vor Perl tauchte plötzlich wieder unser „Mitwanderer“ auf und etwa 100m vor unserem Ziel haben wir ihn dann eingeholt und haben uns kurz unterhalten. Er möchte in etwa das gleiche wie wir machen, so wie er Zeit hat bis zu den Pyrenäen und ab dort ein einem Stück nach Santiago de Compostela 👍
So, und jetzt gehts zum 50.Geburtstag eines Freundes, und morgen wollen wir über die Grenze nach Frankreich, mal schauen ob das was wird 😅

4.Tag Perl – Haute Sierck
Montag, 30.12.2019
Oh man ist das Kalt -4,5°C aber es ist trocken und die Sonne lässt sich schon blicken, also alles gut!
Mit zwei Autos gehts zum Zielort, dort stellen wir ein Auto ab dann mit dem anderen weiter zum Startort und los gehts, STOP, erst mal was zum Frühstücken kaufen, Bäckerei und Metzgerei sind direkt in der Straße in der wir loslaufen, perfekt 😉
Laut Pilgerführer soll es an der Kirche St. Gervasius+Prostasius einen Pilgerstempel geben, und man glaubt es kaum aber wir haben unseren ersten Stempel auf dem Weg bekommen, wunderbar.
Auch in der Quirinus Kapelle soll es einen geben, allerdings haben wir dort keinen gefunden. Weiter geht es bergab Richtung Mosel und Frankreich. Kaum über der Grenze wird man dort mit einem kleinen Eifelturm und einem großen Hinweisschild für Pilger willkommen geheißen.
In Sierck-les-Bains ist die alte Festungsanlage „Château des Ducs de Lorraine“ dort soll es auch einen Stempel im Shop am Eingang geben, allerdings ist dort bis 14.03.2020 geschlossen.
Richtung Montenach kamen wir in das Bachtal des Rousseau de Montenach, dort steht die Ruine einer alten Schleifmühle, auch ein schöner kleiner Wasserfall ist dort zu sehen, hat uns wirklich richtig gut gefallen dort. Nach einem kleinen Aufstieg über rutschige Treppenstufen entdeckten wir im Ort eine Pilgermuschel an einem Privathaus, richtig schön wie wir finden (siehe Fotos) Nach einer kleinen Pause mit Brötchen und Wiener Würstchen, ging es weiter über teilweise sehr rutschige Feldwege bis wir wieder an unserem Auto in Haute Sierck ankamen.

Frühjahr 2020!
und dann kam Corona, es veränderte die Welt!
Es einmal kein Pilgern mehr möglich! Wir wollten in den Osterferien eigentlich unseren Weg fortführen. Doch es kam ja alles ganz anders ….